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Somewhere only we know

Es ist schon ziemlich spät und eigentlich würde ich jetzt gerne schlafen gehen, aber ich bin gerade ziemlich traurig, und ich hoffe einfach mal das es mir besser geht wenn ich darüber schreibe...

Ich weiß nicht.. kennt ihr dieses Gefühl wenn man ganz ohne Grund traurig ist? Ich hab eben diese Lied gehört, von Lily Allen "Somewhere only we know" und es ist (natürlich) ein sehr trauriges Lied. Es.. hinterlässt in mir die Sehnsucht nach orten und Menschen die ich nie gekannt habe.. nach einem Gefühl von zu hause..

ich habe automatisch ein Bild von warmen Kamin Feuer im Kopf und gestrickten Pullovern und.. Kindheit.

ich habe darüber ja schon in meinem letzten Eintrag gesprochen. Ich weiß nicht, ich möchte einfach weinen und ich weiß gar nicht warum aber gerade erscheint mir alles so furchtbar traurig.

Stellt euch vor.. ein kleines Mädchen im Regenmantel und Gummistiefeln... und es hält einen Luftballon... und steht ganz einsam im regen. Das ist gerade echt der Inbegriff an Traurigkeit für mich. Ich muss an all die Menschen denken die irgendwo draußen sind, und unglücklich sind... egal warum. Ist es nicht schrecklich, das manche von uns so ein Glück haben und andere so wenig? Was ist das für eine Welt... ich will nicht klingen wie eine Weltverbesserin, aber es kann doch nicht sein, wie alle immer weiter sagen das wir was tun müssen, aber letztlich doch nichts passiert. Ich hasse diese Menschen, die auch jetzt, während Menschen sterben nichts weiter tun als zu diskutieren und zu sagen, wir können ihnen nicht helfen... Natürlich ist es schwierig, so vielen Menschen zu helfen, aber wir können sie doch nicht einfach sterben lassen?! Wir bilden uns soviel auf unsere Zivilisation ein, darauf das wir über fortschrittliche Technologie verfügen, und das wir nicht wie Tiere leben, sondern kultiviert, und dabei sehen wir ruhig dabei zu wie Tausende Menschen elendig krepieren. All die netten Argumente, die von Politikern und Nichtpolitikern angebracht werden um zu erklären warum alles so ist, sind letztlich nur ausreden. Wenn wirklich alle das wollen würden, dann gäbe es eine Möglichkeit. Es tut so weh zu wissen wie unglaublich viel Schmerz da draußen ist.. Kinder verhungern oder ertrinken oder müssen dabei zusehen wie sie ihre Eltern verlieren... wie, wie können wir so was zulassen? ich glaube niemand von uns weiß, warum er oder sie nun gerade in diesem Körper steckt, den er oder sie besitzt, aber wir alle haben verdammtes Glück. Ich bin ein glücklicher Mensch, nein, aber ich muss dennoch so verdammt dankbar sein, das ich nicht da bin, wo so viele andere sind. Und dann kommen Menschen wie Donald Trump, und reden so viel ungeheuerlich Dinge, das ich sie am liebsten gegen eine Wand werfen möchte. Was kann man diesen Menschen denn vorwerfen, außer dass sie nun mal im falschen Land zur falschen Zeit geboren wurden?

 

Ich weiß meine Ansicht ist sehr idealistisch, und ich weiß das nicht alle diese Ansicht mit mir teile, aber ich bin mir sicher, das wir uns doch irgendwo alle einig sind: kein Mensch hat es verdient zu leiden. Keiner.

 https://www.youtube.com/watch?v=Ve9cBwI-pAg

3 Kommentare 7.2.16 23:01, kommentieren

über Weintraubenbäume und das Vermissen

Was genau bedeutet "vermissen"?

Im französischen sagt man nicht "ich vermisse dich" sondern "tu me manques", was soviel heißt wie "du fehlst mir". Das zeigt, das es ähnlich wie mit einem Körperteil ist, was amputiert wurde, etwas ist verschwunden und man will es zurück. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Person oder einen Gegenstand handelt, oder ob man die betreffende Sache bald wieder bekommt... wenn man mir meine Hand wegnimmt, und sei es nur für eine kurze zeit, ich will sie doch sofort wieder haben.

Mir fehlt das Gefühl ein ganzer Mensch zu sein...

mir fehlt das Gefühl das alles immer irgendwie gut wird, dieses Urvertrauen, das nur Kinder haben, kleine Mädchen, die sich für Prinzessinnen halten und sicher sind, das sie ihr Happyend bekommen.

Um das an dieser stelle zu erwähnen, ich bin eine Prinzessin. Ich wollte immer eine sein.

Es gibt Mädchen, die von sich behaupten, sie wollten schon immer richtige kleine Bad Girls sein, aber so war ich nie. 

Ich bin das, was 90% meiner Altersgenossen als Emo bezeichnen würden. Ich trage schwarze Klamotten, habe Haare die ins Gesicht gekämmt sind und höre gerne My Chemical Romance.

Aber das macht mich nicht zu einem Emo, sondern zu einem Menschen, der in sich selbst soviel Dunkelheit trägt, das er sie nach außen bringen muss. Aber dadurch das ich das tue, kommt erst das licht zum Vorschein, und ich merke, das ich eigentlich eher ein kleines Kind bin, als eine gefährliche Emobraut. Und ich vermisse es,ein Kind zu sein, ich wünschte jemand würde mich an der Hand nehmen und mich in meine Kindheit zurück tragen. 

Wenn mich Leute auf der Straße treffen, sehe ich in ihren blicken, das sie sich fragen was bei mir wohl falsch gelaufen sein mag. Die Antwort ist leicht: vieles.

Aber es ist auch so vieles richtig gelaufen, und obwohl ich immer wieder davon überzeugt bin das ich Verabscheuungswürdig und ein schlechter Mensch bin, bin ich dennoch gerne die, die ich bin. In meinem Kopf ist soviel Dunkelheit, und soviel Licht, und beides ist notwendig, denn ich würde das Licht ohne die Dunkelheit nicht wollen. Ich würde die bunten Farben in denen ich meine Welt male nicht zu schätzen wissen wenn ich nicht die graue, trübe depressionsgeschwängerte zeit kennen würde, in der sich mein Körper verselbstständigt und versucht, mir schmerzen zu bereiten.

Aber auch wenn ich immer wieder versuche, mich selbst zum aufgeben zubringen, ich denke und die kahlen Bäume im Winter, die aussehen wie riesige umgedrehte Weintraubenstiele.

Ich denke an Löwenzahnblumen, die sich im Wind wiegen und an blaue Himmel und Zuckerwatte und Katzen und lange Spaziergänge im regen und den Geschmack von Erdbeeren im Sommer...

 

 

 

hört euch an: One Republic "What You Wanted"

 

Cora

3 Kommentare 5.2.16 21:09, kommentieren